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🟡 Teilweise berechtigt

78% der europäischen Unternehmen auf EU AI Act nicht vorbereitet

Was wirklich drin steht

Ein Compliance-Report zeigt: 83% der befragten Organisationen haben kein formelles Inventar ihrer eingesetzten KI-Systeme. Ohne dieses Inventar ist es unmöglich festzustellen, welche Systeme unter die Verbots-, Hochrisiko- oder Minimalrisiko-Kategorien des AI Acts fallen. Die EU hat gleichzeitig die Fristen für Hochrisiko-KI auf Dezember 2027 verschoben.

Unsere Einordnung

Die Zahl klingt alarmierend, aber: Die EU hat die Fristen genau deshalb verschoben. Unternehmen haben jetzt bis Ende 2027 Zeit — das ist über ein Jahr mehr als ursprünglich geplant. Der erste Schritt ist simpel: Inventar aller genutzten KI-Systeme erstellen. Dafür braucht es keine Spezialisten, sondern eine Tabelle und ein bisschen Disziplin.

Relevanz für Deutschland

Direkt relevant für jedes deutsche Unternehmen, das KI-Tools nutzt — vom ChatGPT-Zugang bis zur automatisierten Bewerbungsvorauswahl. Betriebsräte sollten aktiv nachfragen.

Faktencheck

Die 78%-Zahl stammt aus einer Befragung von 500+ Organisationen durch Vision Compliance. Die Fristverlängerung auf Dezember 2027 wurde am 26.03.2026 mit 569 zu 45 Stimmen im EU-Parlament beschlossen.

Quelle

  • EU AI Act Official Text
  • Vision Compliance 2026 Report
  • EU Parlament Pressemitteilung 26.03.2026
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